Hünfelder Zeitung vom 04. Juli 2005, Nr. 152, S. 19

Die Zuschauer wähnten sich in einer realen Welt

Zum Theaterstück „1945" der Wigbertschule

Von Sarah GroschProbenfoto

HÜNFELD Ob die ein oder andere Träne über eine Wange lief? Ob manchem ein Kloß im Hals steckte? Bestimmt, denn das Stück „1945" der Theaterwerkstatt der Wigbertschule und die dargestellten Schicksale haben wohl jeden im Publikum erschüttert.
Gespannt tauchte das Publikum im ausverkauften Saal schon bei der Einführung durch die Spielleiterin Christina Strobl in die Welt um 1945 ab. In den nächsten zwei Stunden ließ sich das Publikum gefesselt in eine eindrucksvolle Folge von Bildern und Erzählungen hineinziehen. Die Darsteller schufen eine faszinierende Authentizität, die den Zuschauern den Atem stocken ließ. Hörbar erleichtert waren deshalb alle über kleine, immer wieder erscheinende lustige Anekdoten. Auch das selbst gebaute Bühnenbild in Grautönen, die Kostüme, Uniformen, Geräusche, Tonaufnahmen und Musik unterstützen die ausdrucksstarke Darbietung. Die Schüler schlüpften tief in ihrer Rollen, und die Zuschauer empfanden sich als Beobachter einer realen Szene.
Die kurze Pause wurde dankbar zum Durchatmen und für intensive Gespräche über das Gesehene genutzt. Am Ende hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Stühlen. Die Begeisterung tat sich in tosendem Applaus und Standingovations kund.

Nun löste sich auch die Anspannung der Darsteller, sie fielen sich glücklich in die Arme. „Ich bin erleichtert, dass alles so gut geklappt hat, aber auch traurig, dass nun alles wieder vorbei ist", sagte Darsteller Benjamin Dillenburger.

In ihren Schlussworten luden Leiter Arnold Pfeifer und Cornelia Stark, Vorsitzende des Fördervereins der Theaterwerkstatt, die Zuschauer zu einer Gesprächsrunde mit den Darstellern am Freitag, 8. Juli, um 13.30 Uhr in den Film-und Funkraum des Wigbertschule ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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